5 Meinungen: Warum Kirche unverzichtbar ist – Weil Kirche kann! (Teil I) Lesezeit 3min

Man sieht eine Kirche im Nebel
In den letzten Wochen wurde ich öfters gefragt, warum wir neue Kirchen in Thüringen gründen. Meine Antwort darauf, war erst einmal schlicht: Weil Kirche unverzichtbar ist. Aber was genau macht die Kirche unverzichtbar? Wieso lohnt es sich, alles daran zu geben, dass neue Kirchen entstehen?

Genau darum soll es in dieser Neuen-Blogserie gehen: Fünf Statements. Fünf unterschiedliche Biographien. Fünf verschiedene Geschichten. Fünf Erlebnisse. Fünf Meinungen, WARUM dieser eine Gott Jesus und seine Kirche für jeden unersetzlich ist. 

Teil I: Warum Kirche unverzichtbar ist – weil Kirche kann!

Ist Kirche wirklich unverzichtbar? Ich kenne genug Menschen, die auf Kirche verzichten – manche aus voller Überzeugung, andere eher aus Desinteresse. Manche wenden sich auch von ihr ab, weil sie von Christen enttäuscht oder verletzt worden sind. Andere wiederum bilden sich ein Urteil von außen, durch Medien oder Erfahrungsberichte, wobei Kirche oft kritisch beäugt wird.
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass man Kirche nicht von außen bewerten kann, man muss sie erleben. Nur wer den Sprung ins Unbekannte wagt, wird verstehen können, warum Kirche unverzichtbar ist. Er geht das Risiko ein verletzt zu werden, aber nutzt seine Chance, Gott kennenzulernen.

Das führt mich zu meinem ersten Punkt, warum ich Kirche für unverzichtbar halte:

  1. Kirche kann dich mit der wichtigsten Person der Menschheitsgeschichte bekanntmachen: Jesus Christus.

Jesus Christus zu kennen ist mir die wichtigste Sache der Welt geworden. Warum? Weil er die faszinierendste Person ist, von der ich je gehört habe. Neben den erstaunlichen Wundern, die er getan hat, war sein Handeln von einer solchen Liebe und Leidenschaft geprägt, dass es ansteckend ist. So ansteckend, dass es noch heute, 2000 Jahre später, weltweit Millionen von Christen gibt, die sich an ihm orientieren. Die christliche Kirche ist das Ergebnis dieser alles überragenden Person Jesus Christus, der auch mein Leben entscheidend prägt.

Wenn ich von Kirche rede, dann spreche ich als einer, der sie seit seiner Kindheit kennt. Genauso fremd wie manch anderem Kirche erscheinen mag, so fremd erscheint es mir, ohne sie zu sein. Meine Urgroßeltern waren Christen, meine Großeltern waren Christen, meine Eltern waren Christen.

Vergleiche ich meine Kindheit mit der meiner damaligen Klassenkameraden, so stelle ich fest, dass ich vieles nicht mitmachen musste, was sie erleben mussten. Nicht dass meine Eltern perfekt gewesen wären, aber sie gaben mir ein sicheres, liebevolles Umfeld, in dem ich aufwachsen durfte. Sie erklärten mir früh, was es bedeutet, von Gott geliebt zu sein und zeigten mir, wie ich diese Liebe an andere weitergeben konnte.

In der Kirche hatte ich schnell viele Freunde – in der Schule war ich zwar kein Außenseiter, aber auch nicht der Coolste auf dem Schulhof. Ich merkte schnell, dass es schwieriger war, in der Schule angenommen zu werden, als in der Kirche. Unter Christen war Raum für Fehler und man wurde angefeuert, wenn mal etwas nicht klappte. In der Schule wurde man ausgelacht, wenn man sich in irgendeiner Art die Blöße gab.

Ich sah Klassenkameraden, die unter diesem Druck stark zu kämpfen hatten. Ich kannte diesen Druck zwar auch, doch hatte ich immer das doppelte Sicherheitsnetz auf meiner Seite, das mich auffing, wenn ich zu fallen drohte. In der Kirche und im christlichen Glauben fand ich Halt, den ich jedem wünschen würde und auf keinen Fall missen möchte.

Das führt zu meinem zweiten Punkt, warum Kirche für mich unverzichtbar ist:

  1. Kirche kann jedem ein Zuhause geben

Der Gott des christlichen Glaubens ist kein selektiver Gott: Er nimmt jeden Menschen an, unabhängig des sozialen Status oder des Erscheinungsbildes. Ebenso soll es auch seine Kirche tun, und mit wenigen Ausnahmen tut sie das auch.

Sie kann hier das Gegenstück zu einer rein leistungsorientierten Gesellschaft bilden, wo gegenseitige Annahme nicht auf Leistung oder Status beruht, sondern auf der Grundlage der Annahme Gottes für jeden einzelnen.

Der christliche Glaube basiert auf Vergebung und Feindesliebe – denn genau das war es, was Jesus lehrte und lebte. Dadurch bildet er das genaue Gegenteil zum gesellschaftlichen Mantra: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich durfte erleben, wie Klassenkameraden, die mich hänselten, zu Freunden wurden. Warum? Weil ich ihnen trotz ihrer Schikanen mit der Liebe begegnete, die ich von Jesus kannte.

  1. Kirche kann den Unterschied machen

Nein, Kirche ist nicht fehlerlos. Sie kann enttäuschen. Sie kann verletzen. Aber Kirche, die ihr Handeln an Jesus orientiert, kann eine ganze Stadt auf den Kopf stellen. Sie kann eine Gesellschaft, die nur auf sich selbst schaut, verändern. Sie kann den Unterschied machen.

Ich will und kann nicht auf eine solche Kirche verzichten und möchte dich, lieber Leser, dazu einladen, diese Kirche kennenzulernen.warum-kirche-unverzichtbar-ist-weil-kirche-kann-bild-von-manuel-briem

Dieser Beitrag ist von Manuel Briem. Er ist zurzeit auf dem Theologischen Seminar Beröa und wird ab 2017 in der FCG Lörach als Pastor in Ausbildung tätig sein, weil er, wie im Beitrag schon zu spüren, von Kirche nicht genug bekommen kann.

2 thoughts on “5 Meinungen: Warum Kirche unverzichtbar ist – Weil Kirche kann! (Teil I) Lesezeit 3min”

  1. Dein Beitrag gefällt mir. Ich erlebe auch die Kirche/die Gemeinde als Heimat – dort wo ich Jesus begegne und wo ich meine „Familie“ treffe. Ist alles perfekt dort und „heile Welt“? Nein – aber dort treffe ich auf Menschen wie du und ich… nämlich alle die auf dem Weg mit Jesus sind. Und gemeinsam ist bekanntlich besser als einsam. Danke für den Beitrag!

  2. Dankbar von jungen Männern so etwas Inspirierendes zu lesen. Ja, Kirche kann verletzen. Aber Jesus ließ sich absolut bewusst verletzen – tödlich, um unseretwillen. Niemand von uns wurde so verletzt. Er tat es um uns zu ermöglichen trotz Verletzungen das Leben in ihm zu entdecken, Kirche als Geschenk zu erleben und Abenteuer zu erleben während wir Jesus unsere Füße, Hände, unsere Ohren, Augen und Mund zu Verfügung stellen. Wegen Ihm liebe ich Kirche.
    Schreibt weiter, Männer! Liebe Grüße Manfred

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