5 Meinungen: Warum Kirche unverzichtbar ist – weil sie hilft frei zu werden und frei zu bleiben! (Teil II) Lesezeit 2min

Man sieht eine zerbrochene Scheibe

Hoffnungslos gefangen!

Ich war kurz davor mich umzubringen. Seit einiger Zeit hatten sich unterschiedliche Süchte bei mir die Hand gereicht. Angefangen hat es mit Alkohol. Ich war erst 16 als mein Arzt mir sagen musste, dass meine Leberwerte kritisch sind. Danach habe ich mit Kiffen angefangen. Es hatte sich ein richtiger Selbsthass bei mir entwickelt. Ich mochte mich selbst nicht. Ich konnte es kaum alleine ertragen. Ich hatte Angst vor Einsamkeit. Ich hatte Angst vor Stille. Ich habe pausenlos probiert mein Gehirn zu beschäftigen und mich abzulenken, um bloß nicht zum Nachdenken zu kommen. Ich hatte Angst vor meinen Erinnerungen und Angst vor meinen Gefühlen. Ich war gefangen in lähmenden Depressionen.

Eine Folge meiner konstanten Flucht vor meinen Gefühlen und Gedanken war eine tiefe Leere. Ich hatte seit Monaten, wenn nicht sogar Jahren, nicht mehr geweint. Ich konnte mich selbst nicht mehr fühlen. Es hatten sich so viele Gefühle angestaut, dass ich Angst hatte zu explodieren. Aber ich konnte sie nicht rauslassen. Auf der Suche nach einer Möglichkeit mich selbst zu fühlen, begann ich mich selbst zu verletzen. Ich habe angefangen mich zu ritzen um mich selbst zu spüren. Meine Haut sollte die Tränen weinen, die meine Augen nicht mehr weinen konnten.

Kirche heißt für mich Freiheit! 

Ich war seit ich denken kann schon in die Kirche gegangen. Die Gewissheit, dass Gott existiert war das Einzige, das mich am Leben gehalten hat. Ich war in einer Kirche, in der mir gesagt wurde, dass Jesus mich liebt. Eine Kirche, in der Menschen waren, die an meiner Geschichte interessiert waren. Ich lernte einen Gott kennen, der mich befreien möchte. Ich durfte alle angestauten Gefühle und Erinnerungen im Gebet Gott geben und ihn um Heilung bitten. Jemand hat sich Zeit genommen, um mit mir für Freiheit zu beten. Mit Hilfe von Gott, der Kirche und den Menschen in der Kirche habe ich Freiheit erfahren. Ich bin nicht mehr gefangen.

Ich bin frei: Seit vier Jahren habe ich keine Probleme mehr mit Einsamkeit, keine Angst mehr vor meinen Gedanken. Ich habe keine Alkoholsucht mehr. Ich habe mit allen anderen Drogen aufgehört und habe inzwischen auch mein Verlangen danach verloren. Ich habe kein Bedürfnis mehr, mich selbst zu verletzen. Ich habe mich nicht umgebracht und habe es auch nicht mehr vor! Diese Freiheit ist so unglaublich und ich hätte sie ohne die Hilfe meiner Kirche nicht erfahren!

In all dieser Freiheit kamen trotzdem manchmal negative Gedanken oder kleine Depressionen. In all dem haben mich meine Freunde getragen. Ich habe in meiner Kirche Freundschaft kennen gelernt, wie ich sie sonst noch nicht gesehen habe. Ehrliche, offene, herzliche Freundschaften. Menschen, denen ich schon wichtig war, obwohl sie mich kaum kannten. Menschen, die sich mir gegenüber verletzlich gemacht haben und Zeit mit mir verbracht haben.

Deswegen heißt Kirche für mich Freiheit. Es ist der Ort, an dem ich von vielen Problemen frei geworden bin. Und es ist die Gemeinschaft von Menschen, die mir helfen frei zu bleiben.bild-von-raphael-funck

Dieser Beitrag ist von Raphael Funck, er ist Teil des Basements, die Jugendarbeit der Move Church Wiesbaden. Seit Juli 2016 hilft er Menschen online mit seiner Seite: The Ocean in Your Mind frei von Depressionen, Süchten und anderen Abhängigkeiten frei zu werden.

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