Das WARUM entscheidet, WAS wir tun (Teil I)

Es ist ein Bild von einem Mann zu sehen, der sich für einen von zwei Wegen entscheiden muss.

Zwei Kriterien, die dir helfen, das „WARUM“ ausfindig zu machen.

„Lieber etwas tun, als gar nichts tun.“

Das habe ich früher häufig gehört, wenn eine Maschine in meinem damaligen Ausbildungsbetrieb ausfiel. Deshalb tat ich häufig lieber irgendetwas, anstatt gar nichts.

Doch wenn ich ehrlich darüber nachdenke, frage ich mich, ob dieses Sprichwort in jedem Fall so richtig ist.

Beispielsweise welchen Beruf habe ich? Welches Ehrenamt übe ich aus? Wo bringe ich mich in der Kirche ein?
Ist es besser irgendwas zu tun, anstatt das Entscheidende zu tun?

Mir sind bei der Findung, warum ich etwas tue, zwei Faktoren besonders hilfreich geworden:

1. Berufung.

2. Begabung.

Mit welchem Inhalt sich die beiden Begriffe für mich füllen, zeige ich dir in diesem und dem darauf folgenden Beitrag. Doch zuvor lass uns nochmal an den Kern, der oft so entscheidenen Problematik gehen:

Das WARUM entscheidet, WAS wir tun

Jetzt, wo sich mein Studium dem Ende neigt, kam schon öfters die Frage: Wo werdet ihr nachdem Studium hingehen und was werdet ihr dort machen?

Dankbar für das viele Vertrauen der Menschen und den Segen Gottes standen uns eine ganze Reihe von Möglichkeiten offen: viele verschiedene Stellen in verschiedenen Kirchen oder Kirchenbewegungen in den unterschiedlichsten Städten mit wirklichen tollen Pastoren, von denen man sehr viel lernen kann.

Aber wie trifft man, die richtige Entscheidung oder überhaupt eine Entscheidung?

Eins habe ich aus dem Prozess mit den vielen Stellenangeboten gelernt: (Irgend)WAS zu tun gibt es immer.
Doch WARUM tue ich was?

Es gibt wahrscheinlich viele Kriterien, warum man sich für die eine Arbeitsstelle, das Ehrenamt oder wie bei mir für die Vikariatsstelle entscheidet. Doch sind mir diese zwei Kriterien eine besondere Hilfe geworden. Den ersten möchte ich dir jetzt in diesem Beitrag zeigen:

1. Berufung:

Berufung trägt das Wort „Ruf“ in sich und genau das – der Ruf – hat uns geholfen, die Entscheidung für Thüringen zu treffen.
Gott nutzte neben dem Reden in Gebetszeiten, durch Freunde und andere Personen zwei entscheidende Dinge, um mir sein Rufen nach Thüringen deutlich zu machen:

Not, die dich nicht kalt lässt & die Begeisterung für die Aufgabe!

Als ich meine zwei Praktika in Thüringen machte, wurde mir deutlich, welche Not entsteht, wenn die Kirche nicht dort ist, wo sie am meisten gebraucht wird.
Und das ist der Ort, wo es sie (noch) nicht gibt, wie es mein künftiger Ausbilder, James Ros, so gerne sagt.

Not, die dich nicht kalt lässt:

Ich lernte viele wundervolle Menschen kennen, die noch nicht einmal von Gott wussten, ja, noch nicht einmal den Namen Jesus kannten. Menschen, die von Gott für eine ewige Beziehung mit ihm geschaffen sind – und doch hatte es ihnen noch nie jemand erzählt.

Ich sah in Thüringen auch viel Armut. Dies wurde mir besonders deutlich als ich in meinem erstem Praktikum für 6 Wochen in der Platte lebte.
Dort sah ich viele alleinerziehende Mütter, Menschen, die der Alkohol in die Knie zwang, und Jugendliche, denen die Perspektive, groß zu träumen, noch nie gezeigt wurde..

Doch wie soll dieser Armut mit der Hoffnung Gottes begegnet werden, wenn es kaum Kirchen vor Ort gibt, die ja den Auftrag von Jesus haben, den Armen zu helfen. (Die Bibel: Matthäus 25,31­46)

Nach dieser Zeit wurde mir klar, dass ich zwar überall meiner Berufung als Botschafter an Christi statt (2 Korinther 5,20) nachgehen könnte, doch der Bedarf in Thüringen greifbar zu spüren ist. Dort war die Not, die mich nicht kalt lässt!

Das machte mir Mut, mit einem anderen Blick auf die Stellenauswahl zu sehen – ganz nach dem Motto von G. Bell:

„Gehe nicht immer den vorgezeichneten Weg, der nur dorthin führt, wo bereits andere entlang gegangen sind.“
– G. Bell

Das zweite Rufen Gottes war die Begeisterung!

Als ich die Aufgabe vor mir sah, löste sie nicht Angst oder Schock aus, sondern Glauben, dass Gott es kann.

„Der Wille Gottes ist immer etwas Größeres als wir erwarten.“ – ­Jim Elliot

oder wie Jesus es bereits sagte:
„Denn was bei Menschen unmöglich ist, dass ist bei Gott möglich!“ ­ Die Bibel: Lukasevangelium 18,27

Da Gott immer durch Menschen wirken möchte, machte es mir Mut, der großen Aufgabe mit Elan und Begeisterung entgegen zu treten.

Alles, was ich mit Begeisterung tue, mache ich gerne und was ich gerne mache, mach ich auch gut!
– Silke Weigand

In dem Prozess habe ich folgendes gelernt: Wenn Gott dich für eine Sache beruft, lässt es dein Herz nicht kalt für diese Not. Und er schenkt dir dazu auch die Begeisterung, der Not entgegen zu treten.

Fragen zum weiter denken: Wo ruft Gott dich? Welche Not lässt dich nicht kalt und schenkt dir wiederum, die nötige Begeisterung, der Herausforderung entgegen zu treten?

In dem nächsten Blog geht es mit dem zweiten Kriterium weiter: Begabung.

Denn:

„Gott begabt nicht, ohne zu berufen ­ und er beruft nicht, ohne zu begaben.“ ­- Jim Elliot

1 thought on “Das WARUM entscheidet, WAS wir tun (Teil I)”

  1. hallo kevin,
    die seite gefällt uns gut und deine mama und ich sind sehr stolz auf euch
    wir stehen da voll zu euch und werden euch in eurem tun auch gern unterstützen
    gott segne eure arbeit

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