Das WARUM entscheidet, WAS wir tun! (Teil II) Lesezeit 3min

„Gott begabt nicht, ohne zu berufen – und er beruft nicht, ohne zu begaben.“ -Jim Elliot

Im ersten Teil habe ich über die Berufung geschrieben, wie man sie erkennt und welche Kriterien mir geholfen haben, den RUF, der Berufung zu erkennen.

Genauso wichtig, für das Fundament „WARUM tue ich WAS“ ist es, unsere Begabungen zu entdecken, zu fördern und freizusetzen, denn unsere Begabungen gehen Hand in Hand mit unserer Berufung.

Du bist begabt für etwas Großes:

Die Zwölf Schüler von Jesus, sprich seine Jünger, waren sehr gespannt, wie Jesus, das Reich Gottes ausbreiten würde. Er hatte viel darüber gesprochen und bereits deutlich klar gemacht, dass er es durch seinen Tod und seine Auferstehung in Jerusalem starten würde, aber wie und durch wen, es sich dann ausbreiten würde, war seinen Jüngern noch nicht so wirklich klar.
Im Lukasevangelium Kapitel 19 ist es dann bald soweit: schließlich waren die Jünger mit Jesus auf dem Weg nach Jerusalem. Doch fragten sie sich WIE wird er das bloß anstellen?
Jesus bekam Wind von der Sache und drehte sich zu ihnen um und erzählte ihnen das Legendäre Gleichnis von den anvertrauten Talenten. Indem Gleichnis verdeutlicht Jesus, dass Jeder von Gott Begabungen geschenkt bekommen hat und er sie nicht verstecken soll, sondern vielmehr sie fördern und multiplizieren soll.

Weil Jesus schon nah bei Jerusalem war, meinten die Leute, die ihm zuhörten, dass das Reich Gottes nun anbrechen würde. Darum erzählte er ihnen noch ein Gleichnis:…. – Die Bibel: Lukas 19,11ff

Dieser entscheidende Vers 11 in Kapitel 19 wird oft allzu schnell überlesen. Doch dieser Vers macht überhaupt klar wozu das Gleichnis notwendig ist.

Jesus dreht sich zu seinen Nachfolgern um und sagt: NUTZE DAS WAS DU GUT KANNST FÜR DAS REICH GOTTES, DENN DURCH DICH WILL ICH ES BAUEN.

Er macht seinen Jüngern deutlich: Ich baue mein Reich durch dich. Mit Dir. Ich will dich dabei haben. Was für ein Privileg! Gott will dich und mich gebrauchen! Und wir dürfen von seiner Liebe, Vergebung und die, nun für Jedermann, erlebbare Beziehung mit Gott berichten, indem wir das einsetzten, was wir gut können und was uns Spaß macht.

Entdecken:

Ich liebe es, mit Menschen unterwegs zu sein, Jugendliche zu fördern und ich rede gern, besonders gerne, über das was ich mit Gott erlebt habe oder was mich beim Bibel lesen so an Jesus begeistert. Irgendwann wurde meinem ehemaligen Jugendleiter klar, dass ich vielleicht gut predigen könnte und er ermutigte mich es mal auszuprobieren und nun 4 1/2 Jahre später bin ich fast mit meinem Theologiestudium fertig und kurz davor, Pastor zu werden.

Fördern:

Der beste Ort, um seine Begabungen zu fördern, ist (d)eine Kirche!
Dort kannst du das, was Gott dir geschenkt hat, ausleben und von Leuten, die das selbe lieben, lernen. Ein Jugendlicher, den ich in Thüringen kennen gelernt habe, liebt Veranstaltungstechnik. Er arbeitet nun ehrenamtlich im Technikbereich der Kirchengründung in Thüringen mit und lernt sehr viel von einem begabten Standortleiter. Denn Gott hat Begabung erfunden, deshalb ist seine Kirche vielseitig und kreativ begabt.

Auf dem Bild wird ein Technikpult gezeigt

„Begabung hängt halb vom Talent und halb vom Lernen ab.
Eine Gabe, die nicht eingesetzt wird, die verkümmert.“ – unbekannt

Freisetzen:

Wer seine Begabungen auslebt, wird andere Menschen ermutigen, aufbauen und Leben verändern.
Ein guter Freund von mir liebt Sprachen und gibt nun Flüchtlingen in der Kirche kostenlosen Deutschunterricht und hilft dadurch den Menschen, hier in Deutschland anzukommen und gleichzeitig erleben sie, was es bedeutet bedingungslos geliebt und angenommen zu sein. Ein anderer Kumpel ist ein begnadeter Musiker – deshalb probt er mit Teens und hat mit ihnen eine Jugendband gestartet, die wirklich guten Worship (moderne Kirchenmusik) macht und vielen Jugendliche durch ihre Songs Gott näher bringt.

In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst. Lebe für das, was Dir wichtig ist,
und gib dafür alles, was Du
an Talenten mitbekommen hast. – Roland Plocher

Fragen zum weiterdenken: Was kannst du besonders gut und macht dir zudem auch noch viel Spaß? Wie förderst du diese Begabung? Wo setzt du die Begabung für etwas wirklich Großes ein?

 

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