Die Urlaubsentdeckung, die alles auf den Kopf stellte! (Lesezeit 3min)

 Auf den Kopf gestelltgenau das tat ein Mann in Rügen: Er stellte eine ganze Region auf den Kopf.

Dieser Mann heißt Pastor Kosegarten. Ihm ging das Verhalten der Menschen ordentlich gegen den Strich! Deshalb drehte er den Spieß einfach um und schrieb sich als Lebens- und Ortsveränderer in die Herzen der Ur-Rügener. Seine Taten prägten sich so bei den Menschen ein, dass ich noch dieses Jahr während meinem Sommerurlaub auf Rügen von seinem unkonventionellen Verhalten hörte, obwohl das schon fast 300 Jahren zurück liegt.

Meine Frau und ich unternahmen eine Schiffstour, um die legendären Rügener Kreidefelsen zu bestaunen. Doch der Schiffsführer berichtete aber nicht davon, sondern vielmehr vom unkonventionellen Verhalten des Pastors Kosegarten.

Was wir da zu hören bekamen, erstaunte uns so sehr, dass wir es mit eigenen Augen sehen wollten. Nach der Schiffsfahrt stiegen wir ins Auto fuhren extra noch am selben Abend in Richtung Vitt-Arkona. Leider war das kleine Fischerdorf nicht komplett mit dem Auto zu erreichen. Verblüfft darüber und neugierig nahmen wir die 3 km Fußweg zum Dorf in Kauf.

Als wir ankamen, sahen wir ein Denkmal für das Ausmaß des untypischen Verhaltens von Pastor Kosegarten: Eine kleine Kapelle. Und das Innenleben der Kapelle erzählte von dem spektakulären Ausmaß des kosegartischen Tuns:

Pastor Kosegarten hatte 1793 seine Pfarrstelle in Neukirchen auf Rügen angetreten. Zu seinem Einzugsgebiet gehörten auch die umliegenden Dörfer, wie das kleine Fischerdorf Vitt.

Doch nach kurzer Zeit in Neukirchen musste er schwerlich feststellen, dass keiner aus dem kleinen Dorf Vitt zu seinen Gottesdiensten kam.

Scheinbar wollte er sich das Ganze nicht länger so bieten lassen und drehte einfach den Spieß um und zwar anders als ich es je erwartet hätte.

Anstatt vergeblich darauf zu warten, dass die Berufsfischer zu ihm in den Gottesdienst kommen, ging Pastor Kosegarten zum kleinen Dorf Vitt. Dort angekommen, musste er feststellen, dass keiner der Dorfbewohner zu Hause anzutreffen war. Aufgrund der Heringssaison hatte das ganze Dorf nämlich alle Hände voll zu tun, ihrem Job nachzugehen und am Meer zu fischen – auch am Sonntag!

Doch anstatt entmutigt ins Pfarrhaus zurück zu kehren, ging Pastor Kosegarten einfach mit an den Strand und half beim Fisch einholen, was ihn auf die Idee brachte, wöchentlich einen Gottesdienst mit Predigten am Strand für die Fischer zu organisieren.

Mit Leidenschaft, Liebe und Hingabe predigte er begeistert nun wöchentlich den Gott der Bibel: Jesus Christus, den Gott der Gnade, Liebe und Beziehung. So drehte er selbst den Spieß um und lebte echte Beziehung mit den Fischern. Das ganze Fischerdorf wurde so bewegt und gepackt von dem Dienst Kosegartens und der Gnade Gottes, dass sie selbst im Winter in ihrem Dorf die Predigten von Pastor Kosegarten hören wollten und deshalb eine Kapelle bauten. Dies ist diese Kapelle, die mir die bewegende Geschichte von einem aufrichtigen Pastor erzählte, der ein ganzes Dorf zum Glauben an Jesus führte.Auf dem Bild sieht man die Kapelle die Ps. Kosegarten in Vitt errichtet hat.

Das Zitat eines besondern Leiter, den ich sehr schätze, trifft hier genau ins Schwarze:

„Die größte Herausforderung für die Kirche heutzutage sind die Orte, wo es sie (noch) nicht gibt.“ – James Ros

Fragen zum weiter denken:  Wo sind die Orte in unserer Umgebung, die gerade dich und mich als Christen brauchen, damit Kirchengemeinde spürbar anwesend wird?

Nächstenliebe und die Begeisterung über die Liebe von Jesus können alles verändern, Pastor Kosegarten hat es uns vorgelebt: Jetzt sind wir dran! Los gehts!

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