Warum noch eine Kirche, wenn es doch schon so viele gibt? (Lesezeit 2min)

„Warum noch eine Kirche, wenn es doch schon so viele gibt?“

Diese Frage ist die häufigste die mir gestellt wird, wenn ich davon berichte, dass es neue Kirchen geben muss. Ich falle gleich mit der Tür ins Haus und behaupte, dass diese Frage eigentlich fadenscheinig ist, denn sie ist angstbesetzt. Angst, dass etwas Neues besser oder gar effektiver sein könnte als das, was es schon gibt. Die eigentliche Frage sollte lauten: „Wie viele Kirchen willst du bauen?“ Denn wenn es um die Kirche geht, geht es um Gottes Herzschlag und davon kann es nicht genug geben! „Ich bin immer dabei!“ Diese Aussage von Jesus lesen wir im Matthäusevangelium (Bibel: Kapitel 28 Vers 20). Jesus ist immer dabei, wenn wir das Evangelium verkünden und Menschen beibringen für und mit Jesus zu leben. Das ist der Auftrag der Kirche!

Das erobert mein Herz immer wieder aufs Neue. Kirche muss ein Ort sein, an dem der Glaube an Jesus gefunden werden kann und an dem der Glaube an Jesus gefördert wird. Letzteres aber erfährt bedauerlicher Weise immer wieder eine Überbetonung! Kirche dient zu oft dazu, sich in seiner eigenen Frömmigkeit zu versichern. Es gibt eigentlich nicht zu viele Kirchen, aber definitiv zu viel Selbstzentrierung. Das Versprechen, dass Jesus immer dabei ist, gilt dem Auftrag der Gemeinde ein Ort der Rettung zu sein und nicht eine Stätte der Religion zu werden. Das man hier skeptisch wird und sich fragt, warum man denn davon noch mehr braucht, kann ich schon eher nachvollziehen. Aber darum geht es doch eigentlich nicht.

Kein Christ sollte in Sorge darüber sein, dass persönliche Bedürfnisse zu kurz kommen. Jesus stellt sich uns als ein aufmerksamer und fürsorglicher Gott vor. Er wird uns nicht übersehen, wenn wir damit beschäftigt sind, Menschen mit Jesus bekannt zu machen. Es ist nur richtig, immer mehr Kirchen zu gründen, damit es immer mehr Orte der Rettung, der Heilung, der Fürsorge, des Friedens, des Glaubens und der Förderung gibt. Davon kann es nicht genug geben. Die Kirche muss mit solch einer Mentalität gegründet und ausgebaut werden. Sie muss wieder vom Kopf auf die Füße. Ich glaube von ganzem Herzen folgendes:

Die Kirche ist das Beste, was einem Menschen passieren kann.“

Die Kirche ist dann der beste Ort für einen Menschen, wenn sie darauf achtet, wozu sie bestimmt ist. Sie ist nicht dazu bestimmt, Glauben zu verwalten und Leben zu institutionalisieren. Sie ist dazu bestimmt, eine Antwort zu sein. Und Gott liefert Antworten, wenn man ihn zu Wort kommen lässt. Die beste Gründungsstrategie orientiert sich an den Menschen, die es zu erreichen gilt. Denn wenn man die Menschen versteht, versteht man, wie Kirche gestaltet werden muss. Das setzt mich unter Strom, dass es kein „Schema F“ für die Gründung der Kirche gibt. Es motiviert mich, dass wir immer wieder aufs Neue erkennen müssen, was die Menschen wirklich brauchen.

Warum noch eine Kirche!? Weil die Kirche das Beste ist, was einem Menschen passieren kann! Und nicht vergessen: Hier ist Jesus immer dabei!

 

Dieser Beitrag ist von Pastor Moor Jovanovski. Er ist nicht nur ein genialer Mentor und Freund, sondern auch ein Pastor mit einem großen Herzen. Dieses Herz schlägt für Kirche, weshalb er mit der Move Church gerade einen neuen Campus (Kirchenstandort) in Frankfurt an den Start bringt. Dadurch können Menschen in Frankfurt erleben, dass die Kirche das Beste ist, was einem Menschen passieren kann.

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